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Unser Besuch im „Aquapalace" in Prag
Die Shopping - City Cestlice liegt ungefähr ebenso bei Prag wie Vösendorf bei Wien. Da wie dort gibt es Industrieanlagen und Hotels, vorwiegend aber Handelsgebäude. In Cestlice hat aber auch ein modernes Erlebnisbad seinen Standort gefunden, dort in enger Kombination mit einem leistungsfähigen Großhotel, welches von einer österreichischen Gesellschaft betrieben wird.
Als einige Vorstandsmitglieder des Österreichischen Bäderverbandes im Spätherbst 2015 die Schwimmbäder von Prag besuchten, da stand das „Aquapalace" selbstverständlich ebenso auf dem Programm - gilt es doch als eines der derzeit größten Wasserparkanlagen Mitteleuropas.
Diese Anlage wurde 2005 geplant und hatte 2008 seinen Betrieb aufgenommen. Als Betreiber fungiert die Gesellschaft „GMF Aquapark Prague o.s.". Sie ist ein Joint- Venture der tschechischen „ Investmentgesellschaft SP- Group" mit der deutschen „GMF GmbH & Co. KG" aus Bielefeld, welche in Deutschland über 20 Erlebnisbäder und Thermenanlagen betreibt und die nunmehr auch nach Tschechien, Polen und in die Schweiz expandiert.
Die Bäderanlage ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gerade ideal zu erreichen. Angeblich gibt es einen stündlichen verkehrenden „Aquabus" zu der U- Bahnstation „Opatov", doch konnten wir diesen dort nicht finden und wir fuhren daher mit einem Linienbus, etwa 5 Stationen.
Die meisten Besucher werden aber mit dem eigenen KFZ anreisen und dafür gibt es auf dem Gelände eine Parkfläche für 660 Autos, aber auch für 10 Autobusse.
Die Gesamt - Grundfläche beträgt 13.000 m², die Wasserflächen zusammen 2.500 m². Auf dem Areal befinden sich 6 Wasserrutschen, dort „Tobogans" genannt, die Größte mit einer Gesamtlänge von 250 Metern. Das Wassererlebnisangebot wird durch 14 Saunen, 3 Restaurants und 3 Bars abgerundet. Die Öffnungszeiten sind Montags bis Sonntags von 10 bis 22 Uhr.
Diese Anlage wird seit 2014 von Ing. Petr Kachlik geleitet, unserer Delegation trat aber die kürzlich eingesetzte Marketingleiterin, Frau Mgr. Pavlina Prochazkova gegenüber.
Diese Anlage mag zwar zu den größten Mitteleuropas gehören, sie bemüht sich aber kaum um ausländische Gäste. So waren die Fremdsprachenkenntnisse des Personals verschwindend gering und man hatte auch offensichtlich kein Interesse an einer auswärtigen Präsentation. So konnte uns z.B. nicht einmal der Name des Architekten genannt werden, was vermutlich ebenso einmalig sein dürfte wie die Größe der Anlage. Auch über die Besucherzahlen oder das Betriebsergebnis konnte oder wollte man keine Angaben machen. Offensichtlich ist es ziemlich defizitär, sonst wäre diese Vorgangsweise sicherlich eine andere gewesen. Wir hatten zwar die Anlage als zahlende Besucher betreten dürfen, doch es herrschte drinnen ein strengstes Fotoverbot, welches auch überwacht wurde. Auch sonst herrschen strenge Regeln. So dürfen Besucher unter 12 Jahren oder mit weniger als 100 cm Körpergröße die Anlage nur mit größeren und /oder älteren Begleitpersonen die Anlage benützen.-
Lediglich die Eintrittspreise blieben kein Geheimnis und wir bringen daraus einige Beispiele:
Erwachsene Wasserwelt 1 Stunde 215,- CzKr, Tageskarte 719,- CzKr Erwachsene Saunawelt 1 Stunde 315,- CzKr, Tageskarte 819,-CzKr Jahreskarte Wasserwelt, zeitlich unbegrenzt, aber nur 1 Mal pro Woche 9.490,-Cz Kr. Kombi- Jahreskarte, wie oben, 12.490,- CzKr.
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